Am 06. und 07. Oktober 2011 tagte die 6. IMS-Welt-Schweinefleisch-Konferenz erstmals in Deutschland. 300 Teilnehmer und hochkarätige Referenten aus der ganzen Welt diskutierten über die Entwicklung der Produktion und die Einflussfaktoren auf die globale Nachfrage nach Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnissen.
Nach aktuellen Zahlen der FAO wird die Nachfrage nach Schweinefleisch bis zum Jahr 2020 um knapp 20% Prozent auf 127 Mio. Tonnen ansteigen. Gleichzeitig legt auch die Produktion deutlich zu. Während Produktion und Konsum in den entwickelten Staaten stagnieren oder nur noch langsam wachsen nehmen diese insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern Fahrt auf. Danach steigt deren Anteil bis zum Jahr auf über 67 Prozent bei Produktion und 69 Prozent beim Konsum.
Maßgeblich beeinflusst wird der Ausbau der Schweinefleischproduktion durch die Verfügbarkeit und den Preis von Energie und Futtermitteln. Dabei steht die Branche weltweit vor großen Herausforderungen bedingt durch eine zunehmende Verteuerung dieser Produktionsmittel und die zunehmende Umwidmung von Ackerflächen zur subventionierten Energiepflanzenproduktion. Die Branche geht davon aus, dass dieser Trend weiter anhalten wird und dass daher die Effizienzpotentiale auf allen Stufen der Erzeugung genutzt werden müssen.
„Alle Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit wurden auf dieser Konferenz erörtert. Nahrungsmittelsicherheit, Welternährung und Klimaschutz, Tiergesundheit und Tierschutz, das sind die Themen, denen sich die Branche heute stellt. Die deutschen Fleischerzeuger leisten jeden Tag Ihren Beitrag, um diese Fragen zu beantworten“, sagt Paul Brand, Vorstandsvorsitzender der VDF (Verband der Fleischwirtschaft). „Die weiterhin zunehmende Globalisierung des Fleischhandels erfordert es, dass wir uns über die nationalen Grenzen hinweg über diese Themen austauschen. Deshalb freue ich mich, dass so viele Besucher den Weg nach Bonn gefunden haben. Von den 300 Teilnehmern waren fast zwei Drittel aus dem Ausland. Unter anderem Russland, China, den USA, Kanada, Mexico, Belgien und Frankreich, um nur einige Länder zu nennen“, so Brand weiter.
„Die deutsche Fleischwirtschaft hat mit Ausrichtung der World Pork Conference eine Plattform für die brennenden Themen der internationalen Schweinefleischbranche geschaffen“, ergänzt Dr. Heike Harstick, Hauptgeschäftsführerin VDF. „Wir haben unsere Verantwortung als Global Player im internationalen Schweinefleischgeschäft angenommen und konnten dabei auch die Qualität unserer Betriebe und Produkte herausstellen.“
Die IMS-Welt-Schweinefleisch-Konferenz findet alle 2 Jahre in wechselnden Ländern statt. Deutschland hat die Konferenz in diesem Jahr erstmalig ausgerichtet. Organisiert wurde sie von den Branchenorganisationen VDF und German Meat. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat die Veranstaltung gefördert.
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