Geflügelfleisch – Qualität aus Deutschland

Rund 6.500 hoch qualifizierte Geflügelhalter in Deutschland stehen persönlich für ein klares Leistungsversprechen: hochwertiges Geflügelfleisch, das im Einklang mit Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz erzeugt wird. Kennzeichnend für die gesamte Geflügelfleischerzeugung ist eine enge Zusammenarbeit der Erzeugerstufen Schlupf, Aufzucht und Verarbeitung. Die Küken für die Aufzucht stammen aus spezialisierten Brütereien, meist mit eigener Elterntierhaltung, wo das nötige Fachwissen über optimale Brutbedingungen vorhanden ist.

Hygiene ist oberstes Prinzip in der Geflügelhaltung zur Gewährleistung einer guten Tiergesundheit. Daher wird der Stall mit all seinen Einrichtungen vor der Ankunft der Küken gründlich gereinigt und desinfiziert. Zum Schluss wird die Streu im Stall aufgebracht und die Tränke- und Futterlinien werden gefüllt. Die Geflügelnahrung orientiert sich genau an den Bedürfnissen der Tiere, daher werden je nach Alter meist verschiedene Futtertypen verwendet. Getreide – vor allem Mais und Weizen – ist Hauptbestandteil des Futters, hinzu kommt pflanzliches Eiweiß (etwa aus Soja, Raps oder Erbsen) als weitere Komponente einer tiergerechten Ernährung. Eine ununterbrochene Versorgung mit Futter und Wasser gewährleistet die moderne Stalltechnik. Die Fütterungs- und Tränkeeinrichtungen „wachsen" mit den Küken und sorgen für eine hygienische Nutzung während der gesamten Aufzuchtdauer.

Dass am Ende der Aufzuchtperiode nur gesunde Tiere ausgestallt werden, gewährleisten Tierärzte, die alle Aufzeichnungen der Geflügelhalter kontrollieren und den einwandfreien Gesundheitszustand der Tiere prüfen. Diese sogenannte Lebendtierschau ist Grundvoraussetzung für den Transport der Tiere und die spätere Verarbeitung des Geflügels. Ist alles in Ordnung, werden Hähnchen und Puten nach den strengen Vorgaben der deutschen Tierschutztransportverordnung zur Schlachterei gebracht.

Gerade die deutsche Geflügelwirtschaft zeichnet sich durch den kurzen Transport vom Landwirt zur Schlachterei aus. Die Verarbeitung von Geflügel erfolgt unter strengsten hygienischen Rahmenbedingungen. Nach der Ankunft im Verarbeitungsbetrieb wird das Geflügel ein weiteres Mal von der amtlichen Überwachung untersucht. Auch die Verarbeitung selbst erfolgt unter Aufsicht eines Veterinärs, des sogenannten Beschau-Tierarztes.

Die Produktion von Geflügelfleisch erreichte 2015 in Deutschland beinahe ein neues Rekordniveau. Insgesamt wurden 1,8 Mio. Tonnen Geflügelfleisch erzeugt. Damit ist Deutschland der drittgrößte Geflügelfleischerzeuger der EU. Der Geflügelverbrauch betrug 2015 1,6 Mio. Tonnen, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von 19,7 kg entspricht. Auch der Export hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2015 wurden 762.000 Tonnen Geflügelprodukte in fast 100 Länder weltweit exportiert. 

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